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 Grundwasserbelastung mit PFAS im Gemeindegebiet Gangelt

Anfang des Jahres 2020 wurden bei routinemäßigen Rohwasseruntersuchungen im Wasserwerk Gangelt erstmalig Belastungen mit PFAS (englische Abkürzung für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) festgestellt. Aus diesem Grund wurde bereits ein betroffener Wasserwerksbrunnen außer Betrieb genommen. Vorsorglich hat die Verbandswasserwerk Gangelt GmbH bereits jetzt technische Maßnahmen eingeleitet, das verunreinigte Grundwasser kontrolliert zu fassen, und mittels Aktivkohleeinsatz zu reinigen. 
Die Trinkwasserqualität wird regelmäßig überwacht. Das Trinkwasser, dass aus dem öffentlichen Netz bezogen wird, kann weiterhin bedenkenlos genutzt werden.

PFAS (je nach Stoffgruppe auch unter der Bezeichnung PFC oder PFT geführt) sind synthetisch hergestellte organische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen und die biologisch nicht abbaubar sind. Diese Stoffgruppe umfasst mehrere Tausend verschiedene Einzelsubstanzen. Wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften finden sie weltweit Anwendung in einer Vielzahl von Produkten wie Löschmittel, Netzmittel Galvanik, Papierbeschichtungen, Wachse/Schmiermittel (z.B. Skiwachse),  Baustoffe (z.B. Wetterschutzfarben und – lacke zum Schutz vor Verschmutzung von Häuserfassaden), aber auch Hautcremes/Kosmetika, Lebensmittelverpackungen und Outdoorbekleidungen u.v.m. PFAS können auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangen und sind mittlerweile überall in der Umwelt, d.h. in Böden, Wasser, Luft, Tieren und Menschen nachweisbar. 

Die Schadensermittlung hat ergeben, dass die PFAS-Belastungen des Grundwassers vom NATO-Flughafen ausgehen. Als Auslöser wird u.a. ein ehemaliges Feuerlöschmittellager vermutet. 

Die genauen Eintragsstellen werden derzeit ermittelt und räumlich eingegrenzt.  Insgesamt ist die Erkenntnislage in diesem Bereich derzeit noch gering. Auch aufgrund der schwierigen hydrogeologischen Situation sind detaillierte Aussagen derzeit nicht möglich.

Die Schadensermittlung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung Heinsberg, dem Verbandswasserwerk Gangelt GmbH, der Bundeswehrverwaltung sowie der NATO am Flugplatz Teveren. Die Fachbehörden des Landes und das Umweltministerium sind ebenfalls eingebunden und stehen fachlich beratend zur Seite. So hat die Bundeswehrverwaltung die Lokalisierung der Flächen, für die aufgrund ihrer Nutzung oder anderer Hinweise ein möglicher Verdacht auf Kontamination bestehen könnte, beauftragt. Darüber hinaus ist unter anderem die Aufstellung eines hydrogeologischen Modells ausgeschrieben worden. Nach Auswertung der Ergebnisse aller Untersuchungsphasen wird die Sanierungsplanung beauftragt werden. Diese Sanierungsschritte können zeitlich noch nicht vorhergesagt werden. Somit sind aktuell alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet worden, um eine Gefahr für das Wasser und den Menschen abzuwehren.

Die Fließrichtung des Grundwassers ist vom Flugplatz kommend grundsätzlich nach Norden gerichtet. Somit liegen die Ortslagen Stahe und Niederbusch unmittelbar im Grundwasserabstrom. Ob sich die PFAS-Belastungen auch nördlich des Wasserwerkes im Grundwasser wiederfinden ist derzeit unklar, da hier keine Brunnen im näheren Umfeld der o.g. Ortslagen bekannt sind, die für eine Beprobung zur Verfügung stehen.

Um hier weitere Erkenntnisse zur Eingrenzung der Grundwasserverunreinigung zu erhalten, erfolgt deshalb in Kürze per Wurfsendung ein Aufruf an alle Haushalte in den o.g. Ortslagen private (Garten-)Brunnen der unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg zu melden. Neben der Erfassung der technischen Daten der Brunnenanlage (Lage und Tiefe, Art und Verwendung des Brunnens) wird für den Eigentümer eine kostenlose Probenahme und eine Wasseranalyse des Grundwassers angeboten, deren Ergebnisse natürlich auch dem Eigentümer der Brunnenanlage zur Verfügung gestellt werden. 
Im Anschluss kann entschieden werden, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

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Herr Tischendorf:
Tel: +49 2452 13-5341
Grundwasserbelastung mit PFAS im Gemeindegebiet Gangelt

Anfang des Jahres 2020 wurden bei routinemäßigen Rohwasseruntersuchungen im Wasserwerk Gangelt erstmalig Belastungen mit PFAS (englische Abkürzung für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) festgestellt. Aus diesem Grund wurde bereits ein betroffener Wasserwerksbrunnen außer Betrieb genommen. Vorsorglich hat die Verbandswasserwerk Gangelt GmbH bereits jetzt technische Maßnahmen eingeleitet, das verunreinigte Grundwasser kontrolliert zu fassen, und mittels Aktivkohleeinsatz zu reinigen. 
Die Trinkwasserqualität wird regelmäßig überwacht. Das Trinkwasser, dass aus dem öffentlichen Netz bezogen wird, kann weiterhin bedenkenlos genutzt werden.

PFAS (je nach Stoffgruppe auch unter der Bezeichnung PFC oder PFT geführt) sind synthetisch hergestellte organische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen und die biologisch nicht abbaubar sind. Diese Stoffgruppe umfasst mehrere Tausend verschiedene Einzelsubstanzen. Wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften finden sie weltweit Anwendung in einer Vielzahl von Produkten wie Löschmittel, Netzmittel Galvanik, Papierbeschichtungen, Wachse/Schmiermittel (z.B. Skiwachse),  Baustoffe (z.B. Wetterschutzfarben und – lacke zum Schutz vor Verschmutzung von Häuserfassaden), aber auch Hautcremes/Kosmetika, Lebensmittelverpackungen und Outdoorbekleidungen u.v.m. PFAS können auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangen und sind mittlerweile überall in der Umwelt, d.h. in Böden, Wasser, Luft, Tieren und Menschen nachweisbar. 

Die Schadensermittlung hat ergeben, dass die PFAS-Belastungen des Grundwassers vom NATO-Flughafen ausgehen. Als Auslöser wird u.a. ein ehemaliges Feuerlöschmittellager vermutet. 

Die genauen Eintragsstellen werden derzeit ermittelt und räumlich eingegrenzt.  Insgesamt ist die Erkenntnislage in diesem Bereich derzeit noch gering. Auch aufgrund der schwierigen hydrogeologischen Situation sind detaillierte Aussagen derzeit nicht möglich.

Die Schadensermittlung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung Heinsberg, dem Verbandswasserwerk Gangelt GmbH, der Bundeswehrverwaltung sowie der NATO am Flugplatz Teveren. Die Fachbehörden des Landes und das Umweltministerium sind ebenfalls eingebunden und stehen fachlich beratend zur Seite. So hat die Bundeswehrverwaltung die Lokalisierung der Flächen, für die aufgrund ihrer Nutzung oder anderer Hinweise ein möglicher Verdacht auf Kontamination bestehen könnte, beauftragt. Darüber hinaus ist unter anderem die Aufstellung eines hydrogeologischen Modells ausgeschrieben worden. Nach Auswertung der Ergebnisse aller Untersuchungsphasen wird die Sanierungsplanung beauftragt werden. Diese Sanierungsschritte können zeitlich noch nicht vorhergesagt werden. Somit sind aktuell alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet worden, um eine Gefahr für das Wasser und den Menschen abzuwehren.

Die Fließrichtung des Grundwassers ist vom Flugplatz kommend grundsätzlich nach Norden gerichtet. Somit liegen die Ortslagen Stahe und Niederbusch unmittelbar im Grundwasserabstrom. Ob sich die PFAS-Belastungen auch nördlich des Wasserwerkes im Grundwasser wiederfinden ist derzeit unklar, da hier keine Brunnen im näheren Umfeld der o.g. Ortslagen bekannt sind, die für eine Beprobung zur Verfügung stehen.

Um hier weitere Erkenntnisse zur Eingrenzung der Grundwasserverunreinigung zu erhalten, erfolgt deshalb in Kürze per Wurfsendung ein Aufruf an alle Haushalte in den o.g. Ortslagen private (Garten-)Brunnen der unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg zu melden. Neben der Erfassung der technischen Daten der Brunnenanlage (Lage und Tiefe, Art und Verwendung des Brunnens) wird für den Eigentümer eine kostenlose Probenahme und eine Wasseranalyse des Grundwassers angeboten, deren Ergebnisse natürlich auch dem Eigentümer der Brunnenanlage zur Verfügung gestellt werden. 
Im Anschluss kann entschieden werden, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Flughafen, Wasserbehörde,PFC,PFT,Verschmutzung,Wasser https://service.kreis-heinsberg.de:443/dienstleistungen-a-z/-/egov-bis-detail/dienstleistung/239670/show
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