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 Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende Infektionskrankheit, die durch stechende Insekten (verschiedene Culicoides Mücken aus der Familie der Gnitzen) übertragen wird. Erreger ist das Bluetongue-Virus, das in 24 verschiedenen Serotypen vorkommt. Die Blauzungenkrankheit befällt vor allem Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Wildwiederkäuer und Kamelartige. Sie ist für den Menschen jedoch vollkommen ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können bedenkenlos verzehrt werden.

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bereits der Verdacht auf Vorliegen der Erkrankung ist sofort beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg anzuzeigen.

Übertragung:

Die Gnitzen nehmen durch Stich das im Blut eines bereits infizierten Tieres zirkulierende Virus auf und übertragen es beim Stechen auf ein anderes Tier.

Die Krankheit tritt wegen der saisonalen Flugzeit des Insektes überwiegend während der Sommermonate auf. Die Seuchenhöhepunkte sind bei feuchtwarmen Wetterlagen in Verbindung mit der Schwärmperiode. Die Mücken fliegen aber auch noch bei Temperaturen bis etwa 8°C und sind hauptsächlich zwischen der Abend- und Morgendämmerung aktiv. Durch Winde können infizierte Mücken bis zu 200 km weit versetzt werden und anschließend am neuen Ort den Erreger weiterverbreiten.

Symptome und Diagnostik:

Als zyklisch verlaufende Allgemeinerkrankung mit einer Inkubationszeit zwischen 1 und 8 Tagen bei Schafen und 5 bis 12 Tagen bei Rindern zeigt sie folgendes Erscheinungsbild: Rinder weisen Flotzmaulläsionen, Kronsaumschwellungen, z. T. unruhigen Gang sowie Zitzennekrosen auf. Die Euterhaut verfärbt sich dunkel und stirbt ab. Die Veränderungen am Flotzmaul und Kronsaum verheilen binnen weniger Tage, die Nekrosen am Euter bleiben längere Zeit sichtbar. Schafe zeigen Symptome wie Fieber, Apathie, Schwellungen und Zyanosen im Maulbereich und an der Zunge. Der Kronsaum an den Klauen rötet sich und wird schmerzhaft, Lahmheiten können die Folge sein.

Ein typisches Krankheitsbild ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts meist nur bei Schafen zu finden. Aber selbst bei dieser Tierart kann anhand des klinischen Bildes keine sichere Diagnose gestellt werden. Sehr ähnliche Symptome werden auch durch andere virale Infektionserreger verursacht wie u. a. das Maul- und Klauenseuche-Virus, Akabane-Virus oder Border disease-Virus.

Situation im Kreis Heinsberg (Stand: 11.02.2021):

Seit Dezember 2018 wurden Ausbrüche der Blauzungenkrankheit Typ 8 (BTV-8) in Baden-Württemberg und in den Kreisen Trier-Saarburg und Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz amtlich festgestellt. Daraufhin wurden am 18.01.2019 die Stadtgebiete von Geilenkirchen und Übach-Palenberg zum 150 km-Sperrgebiet erklärt. Ein Ausbruch im Kreis Trier-Saarburg im November 2020 führte zur Erweiterung des Sperrgebiets um die Gebiete der Städte Erkelenz, Heinsberg, Hückelhoven und der Gemeinde Gangelt. Da nunmehr ein weiterer BTV8- Ausbruch am 03.02.2021 im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz bestätigt wurde, reicht der 150 km Radius um den betroffenen Betrieb in Rheinland-Pfalz in nordwestlicher Richtung über das bisher bestehende Sperrgebiet hinaus. Daher wird auf Anordnung des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) das bestehende 150 km Sperrgebiet auch um die Städte Wegberg und Wassenberg sowie die Gemeinden Selfkant und Waldfeucht erweitert. Damit wird der gesamte Kreis Heinsberg zum Sperrgebiet erklärt.

Alle vom Sperrgebiet betroffenen Städte und Kreise finden Sie auf der Internetseite des LANUV.

Der Kreis Heinsberg hat am 11.02.2021 eine Sperrgebietsverfügung erlassen.

Die für das Virus empfänglichen Tiere dürfen nur unter bestimmten Bedingungen aus dem Sperrgebiet in restriktionsfreie Gebiete verbracht werden. Dies gilt auch für Samen, Eizellen oder Embryonen. Die notwendigen Vordrucke für das Verbringen von Tieren stehen nachfolgend zum Download bereit.

Jeder, der im Sperrgebiet für das Virus der Blauzungenkrankheit empfängliche Tiere hält - also alle Wiederkäuerarten wie Rinder, Schafe, Ziegen, Neuweltkameliden wie Alpakas, Guanakos und Wildwiederkäuer in Gehegen, also Rot-, Dam- und Sikawild – hat dies unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg mitzuteilen, sofern dies nicht schon in der Vergangenheit geschehen ist.

Impfung:

Eine (freiwillige) Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit mit inaktivierten Impfstoffen durch den Hoftierarzt ist zu empfehlen, da sie einen Schutz vor der Erkrankung bietet und auch die Verbringung erleichtert. Die erforderliche Genehmigung zur Durchführung von Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit im Kreis Heinsberg ist mit Allgemeinverfügung vom 31.01.2019 erteilt worden (siehe nachstehend unter Dokumente). Es gibt in Deutschland zugelassene BTV-8-Impfstoffe für Rinder und Schafe. Für Ziegen kann der Impfstoff vom Tierarzt umgewidmet werden. Die Tierhalter sollten sich mit ihren Fragen zur Impfung an ihren Hoftierarzt wenden.

Die Tierseuchenkasse NRW gewährt seit dem 22.01.2019 bis auf weiteres zu den Impfkosten zur Bekämpfung der BTV 8 bei Rindern eine Beihilfe von 1 € je Impfdosis/je Rind unter den folgenden Voraussetzungen:

Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen der tierseuchenrechtlichen Vorgaben, Eintragung der Impfung im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier / HIT) durch den Tierarzt, Abrechnung der Impfung über die HIT-Impfliste durch den Tierarzt, Impfung der Rinder im Bestand nach Vorgabe der Impfstoffhersteller.

Damit Tiere als geimpft gelten, muss die Impfung unter Angabe der Registriernummer des Betriebes dokumentiert und dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt innerhalb von sieben Tagen nach der Durchführung der Impfung angezeigt werden. Dabei sind das Impfdatum, der verwendete Impfstoff, die eingesetzte Charge sowie die Tierart anzugeben. Schafe und Ziegen werden bestandsbezogen erfasst, Rinder einzeln unter Angabe der individuellen Ohrmarkennummer.

Eine Liste der zugelassenen Tierimpfstoffe gibt es auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Ausführliche Informationen zur Impfung gegen das Virus der Blauzungenkrankheit gibt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut.

Hinweise und Besonderheiten

Wer Rinder, Schafe, Ziegen, Kameliden (Kamele, Alpakas, Lamas), Equiden (Pferde, Esel), Schweine, Geflügel (Hühner, Enten, Gänse, Puten, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Wachteln, Laufvögel), Gehegewild oder Bienen hält und noch nicht bei der Tierseuchenkasse registriert ist, muss sich unverzüglich bei der Tierseuchenkasse NRW und dem Veterinäramt melden (§ 26  Viehverkehrsverordnung) . Nutzen Sie dafür bitte den Meldebogen für die Neuanmeldung der Tierhaltung. Dabei ist es unerheblich, zu welchem Zweck (gewerbliche Tierhaltung, landwirtschaftliche Nutztierhaltung, Hobbyhaltung, Pensionstierhaltung) oder in welcher Stückzahl die Tiere gehalten werden. Maßgeblich ist allein die Tatsache der Haltung mindestens eines Tieres einer der oben genannten Tierarten.

Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende Infektionskrankheit, die durch stechende Insekten (verschiedene Culicoides Mücken aus der Familie der Gnitzen) übertragen wird. Erreger ist das Bluetongue-Virus, das in 24 verschiedenen Serotypen vorkommt. Die Blauzungenkrankheit befällt vor allem Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Wildwiederkäuer und Kamelartige. Sie ist für den Menschen jedoch vollkommen ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können bedenkenlos verzehrt werden.

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Bereits der Verdacht auf Vorliegen der Erkrankung ist sofort beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg anzuzeigen.

Übertragung:

Die Gnitzen nehmen durch Stich das im Blut eines bereits infizierten Tieres zirkulierende Virus auf und übertragen es beim Stechen auf ein anderes Tier.

Die Krankheit tritt wegen der saisonalen Flugzeit des Insektes überwiegend während der Sommermonate auf. Die Seuchenhöhepunkte sind bei feuchtwarmen Wetterlagen in Verbindung mit der Schwärmperiode. Die Mücken fliegen aber auch noch bei Temperaturen bis etwa 8°C und sind hauptsächlich zwischen der Abend- und Morgendämmerung aktiv. Durch Winde können infizierte Mücken bis zu 200 km weit versetzt werden und anschließend am neuen Ort den Erreger weiterverbreiten.

Symptome und Diagnostik:

Als zyklisch verlaufende Allgemeinerkrankung mit einer Inkubationszeit zwischen 1 und 8 Tagen bei Schafen und 5 bis 12 Tagen bei Rindern zeigt sie folgendes Erscheinungsbild: Rinder weisen Flotzmaulläsionen, Kronsaumschwellungen, z. T. unruhigen Gang sowie Zitzennekrosen auf. Die Euterhaut verfärbt sich dunkel und stirbt ab. Die Veränderungen am Flotzmaul und Kronsaum verheilen binnen weniger Tage, die Nekrosen am Euter bleiben längere Zeit sichtbar. Schafe zeigen Symptome wie Fieber, Apathie, Schwellungen und Zyanosen im Maulbereich und an der Zunge. Der Kronsaum an den Klauen rötet sich und wird schmerzhaft, Lahmheiten können die Folge sein.

Ein typisches Krankheitsbild ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts meist nur bei Schafen zu finden. Aber selbst bei dieser Tierart kann anhand des klinischen Bildes keine sichere Diagnose gestellt werden. Sehr ähnliche Symptome werden auch durch andere virale Infektionserreger verursacht wie u. a. das Maul- und Klauenseuche-Virus, Akabane-Virus oder Border disease-Virus.

Situation im Kreis Heinsberg (Stand: 11.02.2021):

Seit Dezember 2018 wurden Ausbrüche der Blauzungenkrankheit Typ 8 (BTV-8) in Baden-Württemberg und in den Kreisen Trier-Saarburg und Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz amtlich festgestellt. Daraufhin wurden am 18.01.2019 die Stadtgebiete von Geilenkirchen und Übach-Palenberg zum 150 km-Sperrgebiet erklärt. Ein Ausbruch im Kreis Trier-Saarburg im November 2020 führte zur Erweiterung des Sperrgebiets um die Gebiete der Städte Erkelenz, Heinsberg, Hückelhoven und der Gemeinde Gangelt. Da nunmehr ein weiterer BTV8- Ausbruch am 03.02.2021 im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz bestätigt wurde, reicht der 150 km Radius um den betroffenen Betrieb in Rheinland-Pfalz in nordwestlicher Richtung über das bisher bestehende Sperrgebiet hinaus. Daher wird auf Anordnung des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) das bestehende 150 km Sperrgebiet auch um die Städte Wegberg und Wassenberg sowie die Gemeinden Selfkant und Waldfeucht erweitert. Damit wird der gesamte Kreis Heinsberg zum Sperrgebiet erklärt.

Alle vom Sperrgebiet betroffenen Städte und Kreise finden Sie auf der Internetseite des LANUV.

Der Kreis Heinsberg hat am 11.02.2021 eine Sperrgebietsverfügung erlassen.

Die für das Virus empfänglichen Tiere dürfen nur unter bestimmten Bedingungen aus dem Sperrgebiet in restriktionsfreie Gebiete verbracht werden. Dies gilt auch für Samen, Eizellen oder Embryonen. Die notwendigen Vordrucke für das Verbringen von Tieren stehen nachfolgend zum Download bereit.

Jeder, der im Sperrgebiet für das Virus der Blauzungenkrankheit empfängliche Tiere hält - also alle Wiederkäuerarten wie Rinder, Schafe, Ziegen, Neuweltkameliden wie Alpakas, Guanakos und Wildwiederkäuer in Gehegen, also Rot-, Dam- und Sikawild – hat dies unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg mitzuteilen, sofern dies nicht schon in der Vergangenheit geschehen ist.

Impfung:

Eine (freiwillige) Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit mit inaktivierten Impfstoffen durch den Hoftierarzt ist zu empfehlen, da sie einen Schutz vor der Erkrankung bietet und auch die Verbringung erleichtert. Die erforderliche Genehmigung zur Durchführung von Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit im Kreis Heinsberg ist mit Allgemeinverfügung vom 31.01.2019 erteilt worden (siehe nachstehend unter Dokumente). Es gibt in Deutschland zugelassene BTV-8-Impfstoffe für Rinder und Schafe. Für Ziegen kann der Impfstoff vom Tierarzt umgewidmet werden. Die Tierhalter sollten sich mit ihren Fragen zur Impfung an ihren Hoftierarzt wenden.

Die Tierseuchenkasse NRW gewährt seit dem 22.01.2019 bis auf weiteres zu den Impfkosten zur Bekämpfung der BTV 8 bei Rindern eine Beihilfe von 1 € je Impfdosis/je Rind unter den folgenden Voraussetzungen:

Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen der tierseuchenrechtlichen Vorgaben, Eintragung der Impfung im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier / HIT) durch den Tierarzt, Abrechnung der Impfung über die HIT-Impfliste durch den Tierarzt, Impfung der Rinder im Bestand nach Vorgabe der Impfstoffhersteller.

Damit Tiere als geimpft gelten, muss die Impfung unter Angabe der Registriernummer des Betriebes dokumentiert und dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt innerhalb von sieben Tagen nach der Durchführung der Impfung angezeigt werden. Dabei sind das Impfdatum, der verwendete Impfstoff, die eingesetzte Charge sowie die Tierart anzugeben. Schafe und Ziegen werden bestandsbezogen erfasst, Rinder einzeln unter Angabe der individuellen Ohrmarkennummer.

Eine Liste der zugelassenen Tierimpfstoffe gibt es auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Ausführliche Informationen zur Impfung gegen das Virus der Blauzungenkrankheit gibt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut.

Blauzungenkrankheit, Culicoides ,Bluetongue, Tierseuche https://service.kreis-heinsberg.de:443/dienstleistungen-a-z/-/egov-bis-detail/dienstleistung/14490/show
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